SS-Untersturmführer
* 28.10.1910 in Niederurff (Zwesten)
Reichsdeutscher
8 Klassen Volksschule
Beruf: Schlosser
ab 01.05.1933
Mitglied der NSDAP (Mitglieds Nu. 2 560 585)
Mitglied der Allgemeinen SS (Mitglieds Nu. 52 809)
Mitglied im Lebensborn
ab 15.05.1933
Mitglied der Bewaffneten Verbände der SS
Berlin, den 25.02.1938
Das SS Zivilabzeichen Nr. 25 132, Inhaber: SS-Scharführer Wiegand Konrad, SS Nr. 52 809, Kdr. K.L. Buchenwald, ging zu Verlust. Vor Mißbrauch wird gewarnt.
SS Ergänzungsamt
vor 1945 Angehöriger der Lagermannschaft im KL Auschwitz u. KL Buchenwald,
(Fahrdienstleiter in Auschwitz)
01.02.1942
Beförderung zum SS-Untersturmführer
Auschwitz, 26. Februar 1942
Kommandanturbefehl Nr. 4/42
Mit Wirkung vom 1. Februar 1942 wurde der SS-Oscha Wiegand Konrad zum SS-Hauptscharführer befördert
Auschwitz, 11. September 1942
Kommandanturbefehl Nr. 17/42
dem SS-Hauptscharführer Wiegand Konrad wurde das Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern verliehen
Auschwitz, 20. April 1943
Kommandanturbefehl Nr. 8/43
Abstellung von Kraftfahrzeugen für Häftlingstransporte und dergleichen
Ich befehle, daß jedes Kraftfahrzeug, das Häftlinge, Häftlingseffekten, Wäsche und dergleichen transportiert hat, nach Rückkehr sofort zu desinfizieren ist. Das SS-Revier stellt der Fahrbereitschaft hierzu einen Desinfektor ab. Der SS-Hauptscharführer Wiegand ist mir persönlich dafür verantwortlich, daß dieser Befehl in jedem Falle genauestens eingehalten wird.
gez. Höß
SS-Obersturmbannführer und Kommandant
21.06.1944
Beförderung zum SS-Untersturmführer u. SS-Untersturmführer dR Waffen-SS
Orden, Ehrenzeichen und Medaillen
Kriegsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern (01.09.1942)
SA-Sportabzeichen in Bronze
Deutsches Reichssportabzeichen in Bronze
Julleuchter
LG Frankfurt am Main Az 4 Ks 2/63
1. Frankfurter Auschwitz-Prozess
»Strafsache gegen Mulka u.a.«, 4 Ks 2/63
Landgericht Frankfurt am Main
159. Verhandlungstag, 17.05.1965
Plädoyer des Staatsanwalts Kügler zu Mulka und Höcker
https://www.auschwitz-prozess.de/zeugenaussagen/Sta-Kuegler_Plaedoyer_2/
Aktenzahl des Gerichts (Geschäftszahl): LG Wien 27c Vr 5193/60
Der Leiter der Fahrbereitschaft war der SS-Hauptscharführer
Konrad Wiegand
der im Jahre 1943 zum SS-Understurmführer befördert wurde. Ich weiß nicht, woher er stammte, aber es hatte sich herumgesprochen, daß er aus der Gegend vom Kassel kommen würde. Ihm unterstand die Fahrbereitschaft von 1941 bis zur Evakuierung des Lagers. Sein Stellvertreter war der SS-Oscha. Willi(?) Oppermann, der seiner Sprache nach aus Thüringen oder Sachsen stammen dürfte. Soweit ich mich erinnern kann, ist er zusammen mit Wiegand von Buchenwald nach Auschwitz gekommen.
Die Einteilung der Fahrer und Fahrzeuge wurde von Wiegand selbst vorgenommen, der als Schreiber den Häftling Ludi (s.Bl. 447 d.A.) zur Verfügung hatte.